Reiseland England

Viele Wege führen nach England, aber keiner über eine einfache Straße. Auf die Insel gelangt man vom europäischen Festland per Flugzeug, Fähre oder mit dem Eurostar – dem Zug, der von Belgien und Frankreich durch den Kanaltunnel direkt bis ins Herz Londons fährt. Die Engländer gefallen sich in ihrer Sonderrolle als nichteuropäische Europäer. Als die Entscheidung für oder gegen die europäische Gemeinschaftswährung anstand, sagten die Engländer klar und deutlich „No“ zum Euro und behielten lieber ihr bewährtes britisches Pfund.

Tradition wird groß geschrieben und nach historisch bedeutsamen Orten muss man in England nicht suchen, man stolpert förmlich über sie. Die Kelten und Römer hinterließen schon vor Christus ihre Spuren, die wohl berühmteste ist der sagenumwobene Steinkreis Stonehenge. Etwas später lebten, liebten und kämpften dann Monarchen im Land, und sie bauten auch noch zahllose wunderbare Burgen und Schlösser. König Heinrich der Achte ernannte sich 1534 nebenbei zum Oberhaupt der anglikanischen Kirche, weil er mit der Scheidungspolitik der römisch-katholischen Kirche unzufrieden war. Die Anlehnung an die katholische Kirche ist bei den prachtvollen Kirchengebäuden nicht zu übersehen, von denen einige noch aus der Zeit vor der Reformation stammen und später einfach umgetauft wurden. London war und ist das Zentrum der englischen Monarchie. Der Wohnsitz der königlichen Familie, der Buckingham Palace im Stadtteil Westminster, zieht jährlich unzählige Besucher an. Die Kronjuwelen trägt Queen Elisabeth II. nicht bei sich, sie sind im Tower in Londons Innenstadt zu bewundern.

England ist allerdings mehr als nur Tradition und Geschichte. Das Land ist lebendig, quirlig, immer wieder werden neue Trends gesetzt. Nach einem „Full English Breakfast“ aus Bacon, Würstchen, Ei, Baked Beans und Toast wird Geschichte neu geschrieben. Vor allem in der Welt der Mode und der Musik, wobei diese beiden Themen zuweilen auch verknüpft sind. Die Beatles und die Rolling Stones eroberten von England aus ebenso die Welt wie Vivienne Westwood und eine ganze Jugendkultur namens Punk. Anfang der Neunziger schwappte mit Oasis und Blur an der Spitze der Britpop über die Welt, heute begeistern unter anderem Coldplay und die Kaiser Chiefs den Globus. Letztere haben ihren Namen übrigens von einem Fußballverein, wobei man bei der nächsten großen englischen Leidenschaft wäre. Die Mannschaften der Premier League gehören zu den besten der Welt, ein Besuch im Stadion ist für Fußballfans ein Muss. Anschließend lässt sich in einem der traditionellen Pubs bei einem Pint herrlich fachsimpeln und entspannen. Natürlich kann man in England nicht nur anderen beim Sport zusehen, man kann ebenso selbst aktiv werden. An der Küste bestehen hervorragende Wassersportgelegenheiten, grüne Landschaften laden zum Wandern ein und neben dem in Deutschland weitgehend unbekannten Cricket ist auch Golf ein populärer Sport, wie man einer großen Anzahl gepflegter Grüns sehen kann.

Tipps für eine Großbritannien Reise